Kategorie: vegan

Trinkschokolade einmal anders

Meine Kinder lieben Schokolöffel. Wer das nicht kennt, das sind Schokoladenwürfel am Stiel, die man einfach in heiße Milch tunkt.

Die Schokolade löst sich auf, mit dem Stil kann man die Milch umrühren und erhält so eine echte Trinkschokolade.

 

Leider sind die Würfel recht teuer. Zwischen 2 und 3 Euro pro Würfel muss man rechnen. Das ist mir bei 2 Kindern auf Dauer zu teuer.

Die Würfel sind aber superschnell selbst zu machen.

Schokolade am Stil, Low Carb und Paleo-tauglich
Schokolade am Stil, Low Carb und Paleo-tauglich

Man braucht für 6 Würfel Trinkschokolade:

  • 200 g Backschokolade (meine hatte 95% Kakao, kam aus der Schweiz  und ich habe noch diverse Tafeln von der Weihnachtsbäckerei übrig)
  • Vanille
  • Zimt
  • Pralinenförmchen (ich habe Minimuffinfürmchen benutzt)
  • eine Schachtel
  • Zucker
  • Holzstile (ich habe einfach Zuckerwattestiele halbiert. Wunderbar sind aber auch Zungenspatel die es für ein paar Cent in der Apotheke gibt)

Das Einfache ist die Zubereitung der Schokolade. Einfach im Wasserbad oder der Mikrowelle schmelzen, Vanille und Zimt zugeben fertig. Der Trick ist nur, sie in Form zu bekommen.

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Geschmolzene Schokolade in Mini-Muffinförmchen, durch den Zucker behalten sie ihre Form

Das funktioniert entweder mit Silikon-Eiswürfelformen, die man leicht fettet und mit Kakao ausstäubt oder mit Mini-Muffinformen. Damit diese durch die Schokolade nicht die Form verlieren, stellt man sie in eine flache Schüssel und füllt die Zwischenräume mit Zucker und garantiert so, dass die Formen ihre Form behalten.

Cashewmus – süß und herzhaft

Ich bin ja bekennender Nussfan. Ein Rezept in dem Buch “La Veganista” hat mich jetzt zu einem neuen Rezept inspiriert – Cashewmus.

Bisher habe ich Nüsse einfach so pürriert, wie ich sie gekauft habe. Dabei tritt dann viel Nussöl aus, man erhält eher Butter. Weicht man die Nüsse in Wasser ein, wird aus dem Pürree eher ein Mus – und keine Butter.
Das Grundrezept ist denkbar einfach:

Grundrezept Cashewmus:

  • 400 g Cashewnüsse (ich habe bei Alnatura einfach eine große Tüte gekauft)
  • 300 ml kaltes Wasser
  • Cashews in Wasser einweichen und über Nacht stehen lassen.
  • Dann die Nüsse in ein Sieb geben und gut abspülen.
  • In ein hohes Gefäß geben und mit 2 EL Zitronensaft und 4 EL Wasser pürrieren

Das entstandene Mus ist ziemlich Geschmacksneutral. Jetzt kann man es nach Belieben variieren.

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Links das süße Dattelmus, rechts das herzhafte Mus mit Ras El Hanout

Herzhaftes Cashewmus:

  • 150 g vom Grundmus
  • 1 EL Ras El Hanout, Cafe de Paris oder Currypulver
  • frischer Pfeffer
  • etwas Kräutersalz

Gut mischen. Schmeckt super zu frisch getoastetem Brot (wer Brot isst, mein Mann hat es getestet und war sehr begeistert) oder pur.

Süßes Cashewmus:

  • 150 g Grundmus
  • 3 Datteln (ich hatte keine frischen sondern getrocknete mit wenig Zucker)
  • Vanille (kein Vanillezucker, ich will ja wenig Kohlenhydrate, sondern gemahlene Vanilleschote)
  • 1 Messerspitze Zimt

Gut mischen – ich hatte zum Frühstück eine Mischung aus dem süßen Mus und etwas Sojajoghurt – sehr lecker und hat dem Joghurt eine etwas festere Konsistenz verpasst.

Cashewmusbällchen:

Mischt man das herzhafte oder süße Mus mit Guarkernmehl, kann man es mit einem Melonenbällchenformer zu kleinen Kugeln formen. Dafür 150 g Mus mit 1 TL Guarkernmehl mischen (hier am besten den Pürrierstab nutzen) und für 30 min kalt stellen. Dann Bällchen formen und diese wieder in den Kühlschrank packen. Das ist der perfekte kleine süße Snack für Zwischendurch.

Senfsauce, die sowohl zu Fisch als auch zu Eiern passt

Senfsauce mit Mehlschwitze ohne Mehl ist bekanntlich schwierig 🙂 Mit Sojamehl und Margarine aber einfach möglich.

Senfsauce für 4 Personen:

  • 1 EL Diätmargarine im Tipf schmelzen
  • 2 EL Sojamehl zugeben und ca 3 min bräunen
  • 300 ml kochendes Wasser einrühren
  • 2 EL Gemüsebrühepulver zugeben
  • 200 ml Sojasahne zugeben

Das Ganze 15 min köcheln lassen.
– mit 2 TL Senf, Salz, Pfeffer und Kräutern abschmecken

Dazu hatte ich 2 gekochte Eier und 2 gekochte Pastinaken. Die Soße ist aber genauso lecker zu Fisch oder Gemüse.

Eier in Senfsauce
Eier in Senfsauce

 

Nicole Just: La Veganista, das Kochbuch

Nicole Just kenne ich von ihrem Blog vegan-sein, jetzt gibt es ein weiteres Kochbuch.
Was macht La Veganista besonders? Im Gegensatz zu Attila Hildmann ist Nicole Just nicht laut, man muss keine komischen Sachen kaufen – man kann einfach kochen. Ich brauche keinen Vitamix, kein Biodingens um zu messen ob ich jünger geworden bin und keinen Matcha-Tee, den ich bei uns auf dem Dorf nirgends bekomme.

Nicole Just kocht bodenständig. Das exotischste sind Hefeflocken, die bekomme ich aber sogar in unserem Dorf-Bio-Laden. Die Zutaten sind regional, ich muss nichts einfliegen lassen und kann auch aus Zutaten die ich als Nicht-Veganer zu Hause habe, ein veganes Essen kochen.

Schön für Teilzeitveganer wie mich ist, dass es viele klassische Rezepte in veganer Variante gibt z.B. Königsberger Klopse oder Rouladen.
Unter den 100 Rezepten sind sicher 30, die ich nachkochen werde – gerade weichen Cashewnüsse für den Käsekuchen ein.
Das Buch lohnt sich für Einsteiger, es gibt viele Produkttipps und Zubereitungsideen – einfach ein schönes Buch.

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Bestellen könnt ihr das Buch z.B. bei Amazon für 16,99€

 

Pikante Paprikasuppe

PaprikasuppeNach der Völlerei an Weihnachten brauche ich heute etwas Einfaches. Da ich noch einige Gemüsereste vom Raclette gestern übrig habe, gibt es heute eine pikante Paprikasuppe.

Zutaten für die pikante Paprikasuppe:

  • 4      Paprikaschoten
  • 5      Tomaten
  • 1/2 Knolle Knollensellerie
  • 2 große     Zwiebeln
  • 2 Zehen     Knoblauch
  • 2      Pastinaken
  • 3 Möhren
  • 2 kleine     Chilischoten, getrocknet
  • 4 EL     Tomatenmark
  • 2 EL     Paprikapulver (wer mag nimmt geräuchertes Paprikapulver)
  • 2 EL     Oregano
  • 2 EL     Basilikum
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl
  • 1,5 l    Wasser

Zubereitung:

  1. Gemüse waschen, schälen und grob würfeln
  2. Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl andünsten
  3. Möhren, Pastinaken und den Sellerie dazugeben
  4. Paprika und Chilischoten zugeben
  5. Paprikapulver und Tomatenmark zugeben und kurz mit anbraten, bis das Tomatenmark deutlich dunkler wird
  6. 1 l Wasser zugeben, salzen und 15 min köcheln lassen
  7. Tomaten kleinschneiden und zugeben, mit den Kräutern würzen und ggf. nochmal nachsalzen
  8. Jetzt nochmal 5 min köcheln lassen

Ich wollte eine klare Brühe, daher habe ich jetzt einfach alles durch ein Sieb geschüttet und mit kleingeschnittener Paprika zusammen serviert. Meine Familie mag Einlage, die haben einfach alles dringelassen.

Die Suppe ist ein “Frei-Schnauze-Rezept”. Egal was Ihr noch zu Hause habt, man kann aus fast allem eine Suppe zaubern. Wichtig ist immer, Zwiebeln und Knoblauch in etwas Öl anzudünsten, das gibt ein herzhaftes Röstaroma. Ich mag Sellerie in der Suppe – zum Einen hat man extrem wenig Arbeit damit, zum Anderen schmeckt es mir persönlich sehr gut. Da Sellerie leicht entwässert, versuche ich ihn so oft wie möglich einzubauen.

Schmeckt super am nächsten Tag.

 

Alte Gemüsesorten: roter Chicoree

roter ChicoreeDen roten Chicoree hatte ich ja neulich schon mal als “Blumenbett” versendet (Rezept).

Auch wenn Ihr normalerweise Chicoree zu bitter findet, traut Euch mal ran. Das Gemüse versteckt sich in der Gemüseabteilung in einem kleinen Pappschächtelchen, mit Folie verschweisst. Ihr könnt die Blätter entweder einzeln als Salat verwenden (roh), oder den Chicoree im Ganzen oder halbiert in der Pfanne anbraten.

Meine Lieblingszubereitung für Chicoree ist ganz einfach

  • Chicoree halbieren
  • in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten
  • etwas Balsamico dazugeben und kurz einziehen lassen
  • mit Salz und Pfeffer würzen und sofort servieren

Geht blitzschnell und sieht auch noch schön aus