Bei dem merkwürdigen Wetter im Moment habe ich Lust auf herzhaftes Essen. Gerne scharf, mindestens aber würzig und auch (leider) lieber fleischlastig als gesunde Salate. Lecker riechender Braten oder eben Gulasch, toll, wenn der Duft bei der Zubereitung durchs Haus zieht…

Da wir heute den ganzen Tag über versuchen, unsere Sockelleiste in der Küche zu ersetzen (unsere Katze hat entschieden dass es eine ganz tolle Idee ist, an diese Sockelleiste zu pinkeln. Das Holz stinkt jetzt so nach Katzenpi***, dass wir den Geruch nicht mehr herausbekommen, also müssen wir neue Sockelleisten aufbauen), kann ich nicht lange in der Küche stehen. Höchste Zeit, den Slowcooker mal wieder aus dem Keller zu holen. Wer Slowcooker nicht kennt – diese Teile stehen in jedem amerikanischen Haushalt und bestehen aus einem Keramiktopf und einem elektrischen Kochautomat. Alles was lange und gemütlich garen kann, wird einfach angebraten und dann in den Topf gegeben. Nun kocht der Topf schonend vor sich hin und schaltet (bei Töpfen mit Programmierung) irgendwann ab. Ein perfektes Gerät für alle, die z.B. morgens Essen vorbereiten und es mittags zu einer definierten Zeit brauchen (wenn sie z.B. von der Arbeit kommen). Die Teile sehen so aus:

Da wir morgen auch unterwegs sein werden, koche ich gleich die doppelte Menge. Heute gibt es dann Rindergulasch (für meine Familie in der Brottasse, für mich normal mit meinem Zero Carb Crackern – morgen dann als Gulaschsuppe.

Gulasch in der Brottasse

Gulasch in der Brottasse

Für 2 x 4 Portionen Gulasch braucht ihr:

  • 2 kg Rindergulasch (wir haben etwas durchwachseneres Fleisch aus argentinischer Steakhüfte genommen)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100 ml kochendes Wasser
  • 200 ml Sahne
  • Tomatenmark
  • Gewürze
  • Schweineschmalz

Zubereitung:

  1. Zwiebeln und Knoblauch würfeln und in Schweineschmalz anbraten
  2. Fleisch zugeben und rundherum anbraten
  3. 1 EL Tomatenmark zugeben und mit 2 EL Paprikapulver bestreuen. Wer es schärfer mag, kann hier auch 1 TL Chilipulver zugeben
  4. Alles in den Slowcooker geben und 3 h köcheln lassen. Wer keinen Slowcooker hat, packt das Ganze nun einfach in einen Bräter und stellt diesen bei 140 Grad mit Deckel für 3 h in den Ofen… das Ergebnis ist fast das Gleiche. Bei der Ofenvariante ab und zu prüfen, ob genug Flüssigkeit vorhanden ist. Im Slowcooker ist das kein Problem – hier verdampft extrem wenig
  5. Nach den 3 h die Sahne zugeben. Für eine Low Fat Variante (z.B.  Dukan) Alpro Sahne light verwenden, für eine LCHF-Variante gibt es natürlich Schlagsahne
  6. Abschmecken und genießen

Für die Suppenvariante nehmt ihr einfach etwas mehr Rinderfond (ich verwende pro kg Fleisch 500 ml Rinderfond) oder Rinderbrühe dazu und kocht das Ganze mit mehr Flüssigkeit. Wichtig ist dann, dass das Fleisch etwas kleiner geschnitten wird.

Meiner Familie habe ich den Gulasch in einer Brottasse serviert. Hierfür einfach 3 kleine Brote backen, Deckel abschneiden und aushöhlen .. und darin das Essen servieren. Sieht super aus, und die Beilage ist quasi schon dabei.

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