Kategorie: Vegetarisch

Veganes “Tikka” Masala

Ja ich weiß, Tikka bedeutet eigentlich Huhn und genauso wenig wie es eine vegane Salami geben kann, gibt es eben auch kein veganes Tikka Masala. Wer aber die Huhn-Version dieses Gerichtes kennt, der hat einen bestimmten Geruch in der Nase und eine gewisse Gewürzkombination auf der Zunge. Genau das repräsentiert dieses vegane Curry.

Da ich vegane Ersatzprodukte aufgrund der extrem vielen E-Zusatzstoffe vermeide und dank Hashimoto auf Tofu nicht gut reagiere, besteht dieses Gericht tatsächlich nur aus Gemüse. Meiner Meinung nach sollten gute vegane Gerichte aber auch genau so sein, keine Kopie sondern eine Übersetzung eines fleischhaltigen Gerichtes. Bevor ich jetzt aber philosophisch werde, einfach mal zum Rezept.

Den etwas bissfesteren “Fleisch”-Anteil übernimmt meine Freundin die Süßkartoffel. Die hat genau die richtige Bissfestigkeit um ein schönes Mundgefühl zu erzeugen, aber auch die richtige Weichheit um im Masala gut mitzuspielen. Ich verwende hier fertige Tikka Masala-Paste, die gibt es in jedem gut sortierten Supermarkt in der Asia-Abteilung. Schaut sicherheitshalber auf die Zutatenliste, ich habe zwar bisher nur vegane Varianten gefunden – aber man weiß ja nie.

Wir essen das Gericht mit Blumenkohlreis bzw mein Mann mit einfachem Naan-Brot. Auch das gibt es in der Asia-Abteilung. Lecker dazu sind auch Papadams – seitdem ich entdeckt habe, dass man diese Linsenfladen auch in der Mikrowelle ohne Fett zum Poppen bringen kann gibt es die sehr oft mit Joghurt-Dip oder Mango-Chutney.

Veganes "Tikka" Masala
Veganes "Tikka" Masala
Portionen Vorbereitung
2Portionen 10min
Kochzeit
30min
Portionen Vorbereitung
2Portionen 10min
Kochzeit
30min
Anleitungen
  1. Das Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden, die Süßkartoffel dabei würfeln und das restliche Gemüse in längliche Streifen schneiden. Alles sollte jeweils auf einen Löffel passen. Die Zwiebel fein würfeln.
  2. Das Gemüse mit etwas Öl in der Pfanne anbraten, es soll nicht viel Farbe bekommen sondern nur etwas Röstaroma entwickeln. Das dauert bei mir ca. 5 min. Jetzt die Tikka-Masala-Paste dazugeben. Die muss leicht angeröstet werden um den richtigen Geschmack zu entwickeln. Vorsichtig rühren, das Ganze darf nicht anbrennen. Dann mit den Tomaten und der Kokosmilch aufgießen und ca. 15 min köcheln lassen. Testet, wann das Gemüse für Euch den richtigen Biss hat. Mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen.
  3. Zum Anrichten kann man das Tikka-Masala entweder zu Blumenkohlreis servieren, oder einfach pur mit etwas Koriander bestreuen. Dazu passt auch hervorragend etwas Joghurt (vegan oder normal abhängig von der Ernährungsform) in den Ihr etwas kleingeschnittene Gurke gebt.

Lauwarmer Linsensalat mit gebackenem Camembert

Grundsätzlich esse ich ja gerne Salat, im Winter mag ich aber eher warmes und würziges Essen. Daher suchen wir immer Rezepte, die man frisch warm essen kann und die sich aber auch eigenen dass ich sie am nächsten Tag kalt ins Büro mitnehmen kann.

Für dieses Rezept haben wir uns von einem HelloFresh-Rezept aus unserer Box inspirieren lassen (wir kaufen die Box ab und an – alles selbst bezahlt). Die Kombination aus Käse, lauwarmen Linsen und Salat hat mir sehr gut geschmeckt. Am nächsten Tag hatte ich dann nur den Linsensalat und frischen Apfel dabei – war wunderbar lecker und nicht zu schwer fürs Büro.

Ihr könnt das Rezept mit allen möglichen Zutaten ergänzen. Wir hatten gebackene Süßkartoffeln dazu, es gab aber auch schon Rote Beete oder eine große Portion Feldsalat – abhängig vom Hunger.

Mein persönlicher Trick ist das Gewürz Zatar (oder Za Atar). Hierbei handelt es sich um ein orientalisches Gewürz das ich beim Testen von Ottolenghi-Rezepten kennengelernt habe. Hauptzutat in Zatar sind die getrockneten Blätter des Syrischen Ysop, eine Art Thymian mit Oregano-Geschmack (lustiges Zeug). Außer wildem Thymian gehören Sesamsaat, Sumach (Essigbaum) und Salz in den orientalischen Gewürzmix. Durch Zatar gebt Ihr Kartoffel-, Linsen- oder auch Hackfleischgerichten eine erdige Umami-Würze – das passt für mich sehr gut zu Süßkartoffeln und Linsen.

Lauwarmer Linsensalat mit gebackenem Camembert
Lauwarmer Linsensalat mit gebackenem Camembert
Portionen
2Personen
Portionen
2Personen
Zutaten
Anleitungen
  1. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Wer Süßkartoffel essen möchte schält die, würfelt in ca. 1 cm große Würfel. Die Kartoffeln in einer Schüssel mit etwas Öl, Pfeffer und Zatar würzen (wer kein Zatar hat kann Chili, Thymian und etwas Knoblauchpulver nehmen). Auf einem geölten Backblech etwas ausbreiten. Für 10 min backen.
  2. Unter den Camembert lege ich etwas Backpapier um die Sauerei zu reduzieren. Der darf mit jeweils 1 Löffel Honig zu den Süßkartoffeln und backt da ca. 15 min (ab und an mal reinschauen)
  3. In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln fein hacken und in einer Pfanne anbraten. Die Linsen dazugeben, mit Salz, Pfeffer und Zatar abwürzen und erwärmen. Den Salat putzen. Das Dressing rühre ich aus grobem Senf, Rotweinessig, Olivenöl und Salz und Pfeffer an. Wer mag schneidet einen Apfel in feine Scheiben und röstet diese kurz mit etwas Honig an.
  4. Zum Anrichten kommt der Camembert auf den Teller. Darauf die Walnüsse. Salat und Linsen mischen und mit Dressing würzen. Obendrauf kommt der Apfel, an die Seite die Süßkartoffel

Supersaftige Schokobrownies

Jemand Lust auf Superlative Schokobrownies – aber keine Lust auf Gluten? Geht trotzdem, man muss nur bei den Zutaten etwas kreativer sein.

supersaftige Schokobrownies

Diese glutenfreien Brownies bestehen aus Bohnen, auch wenn niemand das beim Essen ahnen würde. Durch die Orange bekommt das Ganze einen super frischen Touch.

Supersaftige Schokobrownies
Supersaftige Schokobrownies
Portionen
1Backform
Portionen
1Backform
Zutaten
Anleitungen
  1. Eine 20x25 cm große Backform mit Backpapier auslegen. Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Orangensaft Hale abreiben, Orangenfilets auslösen.
  2. Die Bohnen unter Wasser abspülen und mit allen Zutaten außer der Orange und den gehackten Nüssen mit dem Stabmixer oder der Küchenmaschine fein pürieren. Die Orangenschale abreiben und mit den gehackten Nüssen unterrühren.
  3. Teig mit einem Löffel in der Auflaufform glatt streichen und 22 Minuten bei 180 Grad Umluft backen.
  4. Gebackenen Brownie-Teig aus dem Ofen holen, ca. 10 Minuten abkühlen lassen. Die Orangenfilets auf dem Brownie verteilen und genießen.

Spaghetti Puttanesca Low Carb

In der Vorweihnachtszeit ist immer so viel los, dass sie Zeit zum aufwändigen Kochen häufig nicht da ist. Trotzdem möchte ich abends mit der Familie etwas Leckeres essen. Und da wir Weihnachten ausnahmsweise wieder Fleisch auf dem Tisch haben darf es auch gerne vegetarisch oder sogar vegan sein.

Spaghetti gehen da natürlich immer, und da ich ja von Adam von Fitcarb eine Kiste Aloe Carb Nudeln zum Test bekommen habe gab es also diesmal Kelp-Nudeln.

Diese Nudeln bestehen aus Kurkuma, Wasser und Alginat – also einem Geliermittel auf Algenbasis. Die Algen werden so aufbereitet, dass der Jodgehalt minimal sind, damit können auch Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen diese Nudeln essen. Die Konsistenz kennt Ihr alle schon von Shirataki-Nudeln, allerdings sind diese Nudeln hier absolut geruchsneutral. Sie müssen nur erwärmt werden, und schmecken dann leicht nach Kurkuma und eben der begleitenden Soße. Diese darf dann gerne kräftig sein, und da ich gerade Vortäte aufbrauche gab es mal wieder eine Puttanesca.

Diese einfache Soße besteht aus Tomaten, Oliven und Kapern, ist schnell gekocht und schmeckt eigentlich jedem.

Spaghetti Puttanesca Low Carb
Spaghetti Puttanesca Low Carb
Portionen
4Portionen
Portionen
4Portionen
Anleitungen
  1. Spült die Kapern gut ab und hackt sie zusammen mit den Oliven und den getrockneten Tomaten grob klein. Alles in etwas Olivenöl sanft anbraten.
  2. Nach ca 2 Minuten die passierten Tomaten zugeben und alles ca 15 min leicht köcheln lassen. Die Nudeln nach Anleitung kochen.
  3. Etwa 4 EL Kochwasser zur Bindung in die Tomatensoße geben und die Nudeln abgießen. Dann die Nudeln in die Soße geben und alles kurz ziehen lassen. Nach Geschmack geriebenen Käse oben drauf geben und genießen.

Easy Taco Bowl

Wenn alle wieder im normalen Alltagsstress angekommen sind, muss man bei 4 Personen ordentlich planen. 2 Kinder in der Schule ohne Kantine, ich komme spät nach Hause und mein Mann will mittags nur ein Brot.

Also müssen wir ordentlich planen was es zu essen gibt, wenn wir clever sind basteln wir aus dem Abendessen das Mittagessen der Kinder für den nächsten Tag. Das muss kalt schmecken und einfach zu transportieren sein.

Eines unserer Lieblingsrezepte ist eine easy Taco Bowl. Das ist die mexikanische Variante der Buddha Bowl in der alles zusammengeworfen wird was noch im Kühlschrank ist.

Basis ist dabei für die Familie Reis, in der Low Carb Version nehmt Ihr Blumenkohlreis. Auf diesen Reis kommt ein Joghurt oder Tomatendip (oder Salsa), dann Hackfleisch (Rind oder vegetarisch), Kidneybohnen, Mais, Paprika, Tomaten, Käse oder was auch immer Ihr mögt. Dazu ein paar Taco-Chips und fertig ist ein warm-kaltes Abendessen.

Die Taco Bowl schmeckt aus super kalt, verrührt alles mit dem Joghurt-Dip und Ihr habt einen mexikanischen Reissalat.

Easy Taco Bowl
Easy Taco Bowl
Portionen
4Portionen
Portionen
4Portionen
Zutaten
Anleitungen
  1. Den Reis nach Anleitung kochen, den Blumenkohlreis in etwas Gemüsebrühe ca 15 min garen.
  2. Die gewürfelte Zwiebel in etwas Öl anbraten, das Hack dazu und alles fertig braten. Mit etwas Paprika und Salz abschmecken.
  3. Den Joghurt mit Fajita-Gewürz, Paprika, Salz und Pfeffer intensiv würzen. Mit Zitronensaft etwas Frische dazu.
  4. In die Schüssel kommen jetzt 3 EL Reis, darauf 2 EL Joghurt und dann die anderen Zutaten getrennt. Beim Essen kann man so alles durcheinander essen oder mischen. Mit den Taco Chips servieren (aus Mais sind sie glutenfrei)
  5. Reste am nächsten Tag mit Joghurtsauce mischen und als Reissalat genießen.

Carponata

Ich wette, dass 50% von Euch gedacht haben ich hätte Carbonara falsch geschrieben 😂. Carponata ist ein nicht so bekanntes italienisches Gemüsegericht, das man lauwarm oder kalt essen kann.

Für mich ist es eine tolle Vorspeise beim Essen mit Freunden oder ein Teil einer Antipasti-Platte an einem heißen Abend.


Für Carponata benötigt man Gemüse und Zeit – einige Komponenten brauchen etwas länger, aber das Rezept ist super simpel. Grundgerüst sind Zwiebeln und Auberginen. Die Zwiebeln werden erst langsam geschmort und dann karamellisiert, die Auberginen separat gebraten.


ich bin mal gespannt, ob es Euch schmeckt….

Wenn ich für Besuch koche, backe ich dazu gerne Focaccia oder Grissini…. mein Lieblingsrezept findet Ihr hier

Für mich selbst dann natürlich die glutenfreie Variante (Ohne Kohle)

Carponata
Das Rezept reicht für 6-8 Personen bei einer Antipastiplatte.
Carponata
Das Rezept reicht für 6-8 Personen bei einer Antipastiplatte.
Portionen
8Beilagen
Kochzeit Wartezeit
45Min 30Min
Portionen
8Beilagen
Kochzeit Wartezeit
45Min 30Min
Zutaten
Anleitungen
  1. Die Auberginen grob würfeln, salzen und in einem Sieb mindestens 15 min entgiften um die Bitterstoffe rauszuziehen. Abspülen und gut trocknen. Die Auberginen dann in Öl braten, wenig wenden damit sie nicht zu matschig werden. Oft werden sie frittiert - das ist mir aber zu fettig.
  2. Parallel die Zwiebeln grob würfeln und mit Öl in einer Pfanne auf kleiner Hitze schmoren. Die Zwiebeln sollen nicht kross werden... bei mir dauert das schon mal 30 Minuten. Falls die Maße zu trocken wird, gebt ein paar Schluck Wasser dazu. Gebt dann die grob geschnittene Paprika und die in ca fingerdicke Scheiben geschnittenen Selleriestangen sowie gehackten Knoblauch dazu. Nochmal 15 min dünsten.
  3. Jetzt wird karamellisiert: dazu 2 EL Honig zugeben und vorsichtig verrühren. Wenn das Gemüse schön glänzt löscht Ihr das Ganze mit dem Essig ab. Das ist jetzt das Grundaroma der Carponata... süß und sauer.
  4. Gebt jetzt die Aubergine und die Tomaten dazu und lasst alles ca 10 min Sommern. Wer die Carponata flüssiger mag, gibt hier eine Tasse passierte Tomaten rein, ich mag es etwas trockener.
  5. Jetzt schmeckt alles ab: Olivenöl, Salz und Pfeffer ab. Ich mische kurz vor dem Servieren eine Handvoll gehackten Basilikum und geröstete Pinienkerne unter.